Über Tieraufnahmen.
Von DR. G. ALBIEN-Königsberg i. Pr. (Schluss von Seite 196.)
Nachdruck verboten.
E
ine besondere Beachtung muss der Farbe der Tiere geschenkt werden. Hell gefärbte Tiere sind im ganzen besser zu bekommen, wie Tiere mit dunkler Farbe, nicht nur aus dem Grunde, weil sie leichter zu exponieren sind, sondern weil sich der Hintergrund in den meisten Fällen besser anpasst, gewöhnlich dunkler ist wie das Tier. Im allgemeinen lassen sich Aufnahmen gegen den Himmel in Tiergärten schwer machen, das Stückchen Himmel, welches ins Bildfeld kommt, wird gewöhnlich von Baumästen oder Gitterzäunen unschön zerrissen. Wer auf dem Felde photographieren kann, ist besser dran, Rinder und Pferde lassen sich dort so stellen, dass der Horizont tief liegt, der Körper also hoch in die Luft ragt und dann mit einer gut abgeschnittenen Ferne ein brauchbares Bild gibt, ln Tiergärten wird man sich mit einem mehr oder weniger dunkel getönten Grunde begnügen müssen. Zwischen Tier und Hintergrund wird immer ein möglichst grosser Kontrast herrschen müssen, im allgemeinen befolgt man diese Regel von vornherein. Die Tonverhältnisse
1. V. 1908. Photogr. Mitteilungen. Jahrg. 45. A. H. BLAKE, LONDON
Kohle 15 X 21